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Deutsch-französische Wirtschaftskommunikation – Das interkulturelle Blog +++ Le blog interculturel de la communication économique franco-allemande

Wer an Frankreich denkt, dem fallen in der Regel ‘gutes Essen’, ‘Eiffelturm’, ‘Paris’, ‘Liebe’, ‘Mode’ und ‘Romantik’ ein. Das sind zwar schöne Assoziationen, helfen aber nicht unbedingt so sehr, Frankreich im globalen Wettbewerb als leistungsfähige und innovative Industrienation zu positionieren. Das soll nun anders werden: Ende Januar 2013 fiel der Startschuss zur Schaffung einer ‘Marque France’. Gleich vier Minister und Ministerinnen haben dafür den Frankreich-Chef der Werbeagentur MacCann Philippe Lentschener und eine Expertengruppe beauftragt, bis Mai 2013 eine Konzept zur besseren Vermarktung Frankreichs vorzulegen. In Zukunft sollen innovative Spitzentechnologien und hochwertige Waren wie beispielsweise der Hochgeschwindigkeitszug TGV (Firma Alstom), Autos von Renault und Peugeot-Citroën oder auch Arzneimittel von Sanofi mit Frankreich vom Konsumenten spontan in Verbindung gebracht werden. Ob diese Strategie so aufgehen wird, wagen einige Kritiker zu bezweifeln. (Lire la suite…)

Le 26 février 2013, les ministres du travail français et allemand ont inauguré la première agence de travail franco-allemande. L’objectif est de rendre la recherche de travail dans le pays du voisin plus simple mais aussi de favoriser la reconnaissance des diplômes. Premier pas immense vers un respect mutuel des compétences des uns et des autres. On ne peut que se féliciter de cette inauguration.

Pour plus d’informations cliquez: http://www.allemagne.diplo.de/Vertretung/frankreich/fr/__pr/nq/2013-02/2013-02-26-kehl-pm.html

Deutsch-französisches Personalmanagement

Während man in Deutschland vom Vorgesetzten spricht und damit in der Regel, die Person meint, die landläufig auch Chef genannt wird, spricht man in Frankreich häufig vom N+1 (« N plus un »). Schon beim Vergleich und der genaueren Betrachtung dieser zwei Begriffe, wird deutlich, dass es um völlig unterschiedliche Konzepte geht. Während in Deutschland die horizontale Ebene (derjenige, der vor einem sitzt) betont wird, wird bei dem Begriff N+1 die vertikale Dimension hervorgehoben (derjenige, der eine Stufe über einem ist).

Ein Wort – zwei Interpretationen – ein grosses Missverständnis

Als ich Anfang 2000 nach Frankreich umgezogen bin, hörte ich oft, dass Franzosen über sich selbst sagten, sie seien alle Individualisten und die französische Gesellschaft sei sehr individualistisch. Dies löste bei mir zunächst Verwunderung und Befremden aus. Meine Reaktion: « Na, die sind aber doch sehr selbstbewusst und erstaunlich, dass sie sich ständig selbst so loben. » Und unbewusst sah ich schon eines meiner Vorurteile bestätigt: « Franzosen sind arrogant! »
Meine unhinterfragte Interpretation dahinter: Ein Individualist ist ein Mensch, der seine eigenen Ideen hat, für diese eintritt und sie verteidigt und gegebenenfalls auch negative Konsequenzen in Kauf nimmt, um nach seinen Vorstellungen und sich selbst treubleibend zu handeln und leben. Ein Querdenker, jemand, der nicht mit dem Strom schwimmt, kein unreflektierter Ja-Sager, jemand, der auch mal aneckt, weil er sich vielleicht nicht immer an die gesellschaftlichen Regeln und Normen hält. Insgesamt war für mich der Begriff mit positiven Attributen belegt. Dieser Überzeugung war ich so lange, bis ich eines Tages wieder einen Franzosen sagen hörte: Wir sind alle solche Individualisten, zum Beispiel versuchen wir uns immer in der Schlage an der Supermarktkasse geschickt vorzudrängeln. »

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Que ce soit en Allemagne ou en France, tout le monde s’accorde à dire que le Traité de l’Elysée fut un pas extraordinaire et courageux en termes de réconciliation des deux pays. Si l’on considère le nombre d’Allemands et de Francais vivant dans le pays du voisin, on constate la chose suivante: 115 000 Francais vivent en
Allemagne pour 110 000 Allemands en France. 2000 jumelages lient villes francaises et allemandes.
Outre cela, on ne compte plus les échanges scolaires et universitaires, professionnels et artistiques, l’existence d’institutions franco-allemandes etc.
Comment se fait-il donc qu’en termes de coopération économique au quotidien on oublie si vite sympathie et intérêt réciproques?
Il semblerait que l’Autre devienne un véritable défi. L’Autre, c’est celui qui pense, qui agit, qui réagit différemment de ce à quoi on est habitué. La clef de la bonne entente économique serait-elle donc la reconnaissance de l’Altérité? Je n’irai pas jusque là mais je dirais qu’elle est la base absolument nécessaire à toute coopération économique de longue durée.
Eh oui, nous nous aimons mais nous sommes bien différents les uns des autres et c’est tant mieux!

Un dossier complet sur l’historique du Traité de l’Elysée et les manifestations du 50ème anniveraire vous attend sur:
http://50ans.france-allemagne.fr/?xts=282932&xtor=SEC-1-GOO-[Traite-Elysee]-[Traite-Elysee]-S-[trait%C3%A9%20elysee]&xtdt=22651685

In Frankreich gehen Kleinkinder mit 3 nicht in den Kindergarten, sondern in die « Schule » – genauer in die  « mütterliche Schule ». So die wortwörtliche Übersetzung der « école maternelle ». Dort lernen sie Vieles spielerisch (das Programm wird vom Schulministerium festgelegt), bis sie 6 Jahre alt sind und in die Grundschule gehen. Nun möchte die neue französische Regierung das Eintrittsalter von 3 auf 2 Jahren reduzieren. Der Grund ist einfach: die Kleinkinder sollen sich möglichst früh ein gewisses Wissen aneignen und die französische Sprache korrekt lernen.
Für Sie als deutsche Mitarbeiter oder Unternehmer ist dieser Aspekt der französischen Kultur entscheidend. Denn sehr früh werden Kleinkinder mit Autoritätspersonen, mit bestimmten Verhaltensregeln in der Gruppe konfrontiert, die sie verinnerlichen. Und dies schließt  nicht aus, dass die Franzosen im Vergleich zu den Deutschen bei sozialen oder politischen Krisen wesentlich schneller auf die Barrikade gehen. Warum ist dieser Aspekt für Sie wichtig? Weil sie dadurch die wesentlichen Unterschiede zwischen französischen und deutschen Vorgesetzten sowie ihre Erwartungen gegenüber ihren Mitarbeitern besser verstehen können.
Aber keine Angst: in der Regel haben die Kleinkinder Spaß und Freude am Lernen!

Stereotypen in der Werbung

Unlängst wurde im französischen Fernsehen ein sehr bemerkenswerter Werbespot für den Opel Corsa ausgestrahlt. Bemerkenswert ist dieser Spot bzw. diese Serie von Spots aus mehrererlei Gründen. Zum einen spricht der für einen Franzosen sehr deutschaussehende Opelfahrer nur deutsch. Laut dem Gesetz Toubon zur Verwendung der französischen Sprache in der Werbung (1994; nach seinem Autor Monsieur Toubon ‘Loi Toubon’ benannt) sind Werbungtreibende in Frankreich verpflichtet, die französische Sprache zu verwenden bzw. eine französische Übersetzung zu liefern. Dies führt dazu, dass man im französischen Werbefernsehen wesentlich weniger Anglizismen (oder auch andere Sprachen) als in Deutschland zu hören bekommt. Opel hält sich brav an die Gesetzesvorgabe; der gesamte Werbespot ist mit französischen Untertitel versehen. Dies ist natürlich schon deshalb sinnvoll, da nicht jeder fliessend Deutsch spricht und versteht. Nur am Ende des Spots verkündet der Deutsche stolz den Preis auf französisch mit einem nicht überhörbaren (typischen) deutschen Akzent.  Werbung Opel Corsa 111

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In Frankreich machen sich Mütter immer häufiger  selbständig. Sie richten sich ein Arbeitszimmer im eigenen Haus ein und arbeiten von dort aus. Das sind Mütter, die vor der Geburt ihrer Kinder noch in einem Angestelltenverhältnis standen und ihre berufliche Kompetenz nun auf selbständiger Art anbieten. So beschreit C., dass nachdem sie Morgens die Kinder in die Schule bringt, ihr Arbeitstag als Berufstätige zu Hause beginnt. An sich ist es nichts Besonderes. In Deutschland entscheiden sich auch einige Mütter für diesen Weg. Doch es gibt einen kleinen Punkt, wodurch in Frankreich eine Mutter („mam“ von „maman“) Mutter und Unternehmerin („preneurs“ von „entrepreneurs“) sein kann. Das ist die Infrastruktur der Schulen. Mütter in Frankreich können von 9 bis ca. 16/17 Uhr arbeiten, da alle Schulen Ganztagesschulen sind. Fällt der Unterricht aus, so müssen die Kinder an französischen Schulen nicht zurück nach Hause gehen. Sie werden an den Schulen weiterhin betreut. In Deutschland dagegen wird noch in vielen Städten und Bundesländern erwartet, dass die Mütter zu Hause sind.  Genau das ist der entscheidende interkulturelle Unterschied. Die Infrastruktur ermöglicht Müttern in Frankreich, berufstätig und Mutter zu sein. Wie immer ist der Unterschied klein, aber entscheidend, um andere Lebensformen, Denk- und Handlungsweisen verstehen zu können.
Mehr erfahren Sie bspw. unter: http://www.les-mompreneurs.com/

Ce matin encore et pour la énième fois, sur les ondes d’une radio française, j’écoutais un politique français se plaindre de la politique européenne du gouvernement allemand. Or, au lieu de parler précisément du « gouvernement allemand », il parlait des Allemands. Les Allemands ceci, les Allemands cela. Comme si la population allemande, dans sa totalité, avait décidé des mesures qu’il critiquait. D’un point de vue interculturel, cette habitude d’englober les gens dans une même entité a des conséquences fatales. Car au lieu de voir l’individu que vous avez en face de vous, vous ne voyez plus qu’une masse indistincte. En l’espace de quelques secondes, cet homme politique, quant à lui, inconsciemment, monte les uns (les Allemands) contre les autres (les Français).
D’où un simple conseil pour le bien de tous : Essayez de différencier vos propos et demandez aussi à vos collègues, vos partenaires, vos enfants de le faire. Ce sont rarement les Allemands, les Français mais bien plus un certain nombre de personnes allemandes ou françaises agissant, cela est fort possible, selon des modèles culturels français ou allemands.

Décomplexés ces Allemands

Vous l’avez peut-être remarqué : j’ai employé sans hésiter deux mots anglais : « timing » et « meeting ». Bien que ces mots soient connus en France et peut-être occasionnellement employés, ils ne sortent pas aussi facilement de la bouche des Français que de celles des Allemands. En France, nous sommes connus pour la recherche de l’équivalent français quasi immédiat d’un terme anglais à peine sorti sur le territoire national.

En Allemagne, en revanche, l’effet est à l’exact opposé. A peine un mot anglais est-il importé qu’il y trouve immédiatement asile à tel point que parfois il est recommandé d’être au courant des nouvelles modes linguistiques anglophones pour pouvoir suivre son interlocuteur allemand. La présence de mots anglais dans la vie professionnelle mais aussi privée n’a donc rien d’inhabituel ni de choquant même si l’équivalent allemand existe. Ce qui explique d’ailleurs qu’ils soient très nombreux voire, à mon goût, beaucoup trop nombreux. (Lire la suite…)