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Deutsch-französische Wirtschaftskommunikation – Das interkulturelle Blog +++ Le blog interculturel de la communication économique franco-allemande

Vincent Montenero, Cristina Cazorzi et Silvia Didier signent un livre à découvrir pour bien communiquer, travailler et négocier avec vos interlocuteurs de langue allemande. Ils proposent une analyse et des conseils utiles pour toutes relations nouées en Allemagne, Autriche et Suisse alémanique.

S’il existe de nombreux points communs entre l’Allemagne, l’Autriche et la Suisse alémanique, chacun de ces pays a connu une évolution distincte et fonctionne selon une logique spécifique. Plus on travaille avec ces trois pays, plus on est marqué par les nombreuses différences qui les distinguent.

L’Allemagne est devenue pour les politiques et les chefs d’entreprise un véritable modèle à suivre. Elle est aussi un de nos partenaires principaux. Mais comment réussir avec l’Allemagne sans la connaître ? Car les professionnels allemands ont une approche du commerce, de la négociation et de la communication qui ne ressemble pas beaucoup à la nôtre. Une bonne compréhension de l’histoire, de la culture et de l’esprit allemands est donc indispensable à tout professionnel amené à travailler avec l’Allemagne, voire en Allemagne.

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Wer im deutsch-französisch – interkulturellen – Kontext arbeitet, kommt nicht umhin, sich mit der Kultur seines Gegenübers auseinander zusetzen. Schnell kann man Einigkeit darüber erzielen, dass die Kenntnisse über den Anderen, seiner Sprache, seiner Kultur, seiner Geschichte, seiner Wirtschaft, seiner Sitten und Gewohnheiten etc. wichtige Voraussetzungen sind, um erfolgreich miteinander zu kommunizieren und zu arbeiten. Dabei wird oftmals übersehen, dass die Kenntnisse der eigenen kulturellen Prägung, der sogenannten kulturellen Brille, durch die wir alle schauen und die Dinge sehen und interpretieren, mindestens genauso wichtig sind.

Die Diplom-Psychologin und Diplom-Religionspädagogin Dr. phil Sylvia Schroll-Machl beschreibt in dem Buch « Die Deutschen – Wir Deutsche. Fremdwahrnehmung und Selbstsicht im Berufsleben » sieben sogenannte deutsche Kulturstandards. Dazu zählen – laut der Autorin – beispielsweise Sachorientierung, Wertschätzung von Strukturen und Regeln, Zeitplanung und die Trennung von Persönlichkeits- und Lebensbereichen. (Lire la suite…)

In Krisenzeiten und der Ära des globalen Wettbewerbs ist der Erfolgsfaktor ‘Innovation’ in aller Munde. Die allgemeine Überzeugung ist, dass Innovationsfähigkeit und Erfindunggeist in der Zukunft mehr denn je der Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg sein wird. Dies gilt insbesondere für den alten Kontinent Europa, der zu grossen Teilen im Preiswettbewerb mit z.B. den BRIC-Ländern nicht mehr konkurrieren kann.

Aber was heisst eigentlich Innovation? Was verstehen Deutsche darunter und was assozieren Franzosen damit? Der ehemalige EADS-Chef Louis Gallois erklärte in einem Interview, dass die Forschung und Entwicklung in Frankreich sich auf technologische Innovationen konzentriert, während er in Deutschland mit Innovation eher einen kontinuierlichen Verbesserungs- und Optimierungsprozess verbunden sieht. Konkret heisst das, in Frankreich hat man das Bestreben, etwas ganz neu zu erfinden, um als innovativ (und im besten Fall sogar als genial) zu gelten, während man in Deutschland Dinge, die man bereits gut kann, verbessert und perfektioniert.

Laut der Studie von Wellcom Index International des valeurs corporate 2013 landet der Wert Innovation denn auch auf Platz 1 der Unternehmenswerte in Frankreich, während er in Deutschland nur auf Platz 4 ist. Und was steht an erster Stelle der deutschen Unternehmenswert? Qualität! Wer hättet etwas anderes vermutet?!?

Le 26 février 2013, les ministres du travail français et allemand ont inauguré la première agence de travail franco-allemande. L’objectif est de rendre la recherche de travail dans le pays du voisin plus simple mais aussi de favoriser la reconnaissance des diplômes. Premier pas immense vers un respect mutuel des compétences des uns et des autres. On ne peut que se féliciter de cette inauguration.

Pour plus d’informations cliquez: http://www.allemagne.diplo.de/Vertretung/frankreich/fr/__pr/nq/2013-02/2013-02-26-kehl-pm.html

Deutsch-französisches Personalmanagement

Während man in Deutschland vom Vorgesetzten spricht und damit in der Regel, die Person meint, die landläufig auch Chef genannt wird, spricht man in Frankreich häufig vom N+1 (« N plus un »). Schon beim Vergleich und der genaueren Betrachtung dieser zwei Begriffe, wird deutlich, dass es um völlig unterschiedliche Konzepte geht. Während in Deutschland die horizontale Ebene (derjenige, der vor einem sitzt) betont wird, wird bei dem Begriff N+1 die vertikale Dimension hervorgehoben (derjenige, der eine Stufe über einem ist).

Ein Wort – zwei Interpretationen – ein grosses Missverständnis

Als ich Anfang 2000 nach Frankreich umgezogen bin, hörte ich oft, dass Franzosen über sich selbst sagten, sie seien alle Individualisten und die französische Gesellschaft sei sehr individualistisch. Dies löste bei mir zunächst Verwunderung und Befremden aus. Meine Reaktion: « Na, die sind aber doch sehr selbstbewusst und erstaunlich, dass sie sich ständig selbst so loben. » Und unbewusst sah ich schon eines meiner Vorurteile bestätigt: « Franzosen sind arrogant! »
Meine unhinterfragte Interpretation dahinter: Ein Individualist ist ein Mensch, der seine eigenen Ideen hat, für diese eintritt und sie verteidigt und gegebenenfalls auch negative Konsequenzen in Kauf nimmt, um nach seinen Vorstellungen und sich selbst treubleibend zu handeln und leben. Ein Querdenker, jemand, der nicht mit dem Strom schwimmt, kein unreflektierter Ja-Sager, jemand, der auch mal aneckt, weil er sich vielleicht nicht immer an die gesellschaftlichen Regeln und Normen hält. Insgesamt war für mich der Begriff mit positiven Attributen belegt. Dieser Überzeugung war ich so lange, bis ich eines Tages wieder einen Franzosen sagen hörte: Wir sind alle solche Individualisten, zum Beispiel versuchen wir uns immer in der Schlage an der Supermarktkasse geschickt vorzudrängeln. »

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In Frankreich gehen Kleinkinder mit 3 nicht in den Kindergarten, sondern in die « Schule » – genauer in die  « mütterliche Schule ». So die wortwörtliche Übersetzung der « école maternelle ». Dort lernen sie Vieles spielerisch (das Programm wird vom Schulministerium festgelegt), bis sie 6 Jahre alt sind und in die Grundschule gehen. Nun möchte die neue französische Regierung das Eintrittsalter von 3 auf 2 Jahren reduzieren. Der Grund ist einfach: die Kleinkinder sollen sich möglichst früh ein gewisses Wissen aneignen und die französische Sprache korrekt lernen.
Für Sie als deutsche Mitarbeiter oder Unternehmer ist dieser Aspekt der französischen Kultur entscheidend. Denn sehr früh werden Kleinkinder mit Autoritätspersonen, mit bestimmten Verhaltensregeln in der Gruppe konfrontiert, die sie verinnerlichen. Und dies schließt  nicht aus, dass die Franzosen im Vergleich zu den Deutschen bei sozialen oder politischen Krisen wesentlich schneller auf die Barrikade gehen. Warum ist dieser Aspekt für Sie wichtig? Weil sie dadurch die wesentlichen Unterschiede zwischen französischen und deutschen Vorgesetzten sowie ihre Erwartungen gegenüber ihren Mitarbeitern besser verstehen können.
Aber keine Angst: in der Regel haben die Kleinkinder Spaß und Freude am Lernen!

Die Zahl der Woche

Laut einer Studie der BPI Group und dem Institut du Leadership zum Thema « Das ideale Unternehmen » vom März 2012, geben 42% der befragten deutschen Arbeitnehmer an, dass sie meinen, dass ihr Arbeitgeber, Teamarbeit anerkennt und honoriert. Auf die gleiche Frage geben nur 24% der Franzosen eine ebenso positive Antwort. Teamarbeit wird im Hexagone laut der französischen Angestellten von nur knapp einem Viertel der Unternehmen gewürdigt.

Was man wissen sollte, wenn Deutsche und Franzosen erfolgreich zusammenarbeiten möchten…

Deutschland ist Frankreichs wichtigster Handelspartner und umgekehrt. Beide Länder verbindet eine lange gemeinsame Geschichte, man denke nur an Karl, den Grossen für die Deutschen oder Charlesmagne für die Franzosen. Aus der Ferne betrachtet, findet man auch unzählige Ähnlichkeiten zwischen den beiden Gesellschaften.

Und gerade diese Ähnlichkeiten und die geographische Nähe verleiten uns oft dazu, davon auszugehen, dass es ja wohl doch nicht so anders jenseits des Rheins sein kann. Was in Frankreich gilt, wird wohl auch schon in Deutschland funktionieren und umgekehrt. Ein fataler Irrtum!

Wer wirklich erfolgreich auf dem deutschen Markt agieren möchte, tut gut daran, sich neben den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Unterschieden, auch mit den kulturellen Besonderheiten des Nachbarn auseinander zu setzen, und das von Anfang an und nicht erst, wenn es Konflikte und Auseinandersetzungen gibt.

Die Rolle von Politik und Wirtschaft

 Im Jahr 2010 lud der deutsche Botschafter Reinhard Schäfer Herrn Gerhard Cromme, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens und ThyssenKrupp nach Paris ein, um eine Rede vor französischen Politikern und Medien zu halten, in der er  die deutsche Position in der Wirtschafts- und Finanzkrise erläuterte. Dass ein Vertreter der Privatwirtschaft um Verständnis für die offizielle deutsche Position warb, hat bei den Eliten Frankreichs einen starken Eindruck hinterlassen.

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