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Deutsch-französische Wirtschaftskommunikation – Das interkulturelle Blog +++ Le blog interculturel de la communication économique franco-allemande

Vincent Montenero, Cristina Cazorzi et Silvia Didier signent un livre à découvrir pour bien communiquer, travailler et négocier avec vos interlocuteurs de langue allemande. Ils proposent une analyse et des conseils utiles pour toutes relations nouées en Allemagne, Autriche et Suisse alémanique.

S’il existe de nombreux points communs entre l’Allemagne, l’Autriche et la Suisse alémanique, chacun de ces pays a connu une évolution distincte et fonctionne selon une logique spécifique. Plus on travaille avec ces trois pays, plus on est marqué par les nombreuses différences qui les distinguent.

L’Allemagne est devenue pour les politiques et les chefs d’entreprise un véritable modèle à suivre. Elle est aussi un de nos partenaires principaux. Mais comment réussir avec l’Allemagne sans la connaître ? Car les professionnels allemands ont une approche du commerce, de la négociation et de la communication qui ne ressemble pas beaucoup à la nôtre. Une bonne compréhension de l’histoire, de la culture et de l’esprit allemands est donc indispensable à tout professionnel amené à travailler avec l’Allemagne, voire en Allemagne.

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Frankreich bleibt für deutsche Unternehmer ein interessanter Markt und Standort. Dabei kann es sich sowohl um ein Exportvorhaben als auch um eine Unternehmensgründung oder jede andere Form der Zusammen- arbeit und Marktentwicklung handeln.
Nutzen auch Sie das enorme Potenzial des französischen Marktes auch für Ihr Unternehmen und positionieren Sie sich dort erfolgreich mit Ihren Produkten und Dienstleistungen!

Mit dem „Business-Guide Frankreich“ erhalten Sie durch eine kompakte Darstellung aller Schlüsselthemen einen umfassenden Überblick zum Thema „Geschäfte in und mit Frankreich“. Gewinnen Sie zahlreiches Insiderwissen und Praxistipps der erfahrenen Autoren, die Ihnen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten eröffnen werden!

Ihre Vorteile:
 Wertvolle Tipps und Hinweise zu vertrieblichen, rechtlichen und interkulturellen Problemstellungen
Pragmatische Ansätze zu allen wichtigen Fragestellungen
Anschauliche Fallbeispiele für Praktiker

 
Business-Guide Frankreich
ISBN: 978-3-8462-0212-8
2014
ca. 250 Seiten
16,5 x 24,4 cm
Buch (Softcover)
€ 39,80 inkl. MwSt.
Erscheinungstermin: 1. Quartal 2014

Natürlich auch als E-Book erhältlich. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Wer im deutsch-französisch – interkulturellen – Kontext arbeitet, kommt nicht umhin, sich mit der Kultur seines Gegenübers auseinander zusetzen. Schnell kann man Einigkeit darüber erzielen, dass die Kenntnisse über den Anderen, seiner Sprache, seiner Kultur, seiner Geschichte, seiner Wirtschaft, seiner Sitten und Gewohnheiten etc. wichtige Voraussetzungen sind, um erfolgreich miteinander zu kommunizieren und zu arbeiten. Dabei wird oftmals übersehen, dass die Kenntnisse der eigenen kulturellen Prägung, der sogenannten kulturellen Brille, durch die wir alle schauen und die Dinge sehen und interpretieren, mindestens genauso wichtig sind.

Die Diplom-Psychologin und Diplom-Religionspädagogin Dr. phil Sylvia Schroll-Machl beschreibt in dem Buch « Die Deutschen – Wir Deutsche. Fremdwahrnehmung und Selbstsicht im Berufsleben » sieben sogenannte deutsche Kulturstandards. Dazu zählen – laut der Autorin – beispielsweise Sachorientierung, Wertschätzung von Strukturen und Regeln, Zeitplanung und die Trennung von Persönlichkeits- und Lebensbereichen. (Lire la suite…)

In Krisenzeiten und der Ära des globalen Wettbewerbs ist der Erfolgsfaktor ‘Innovation’ in aller Munde. Die allgemeine Überzeugung ist, dass Innovationsfähigkeit und Erfindunggeist in der Zukunft mehr denn je der Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg sein wird. Dies gilt insbesondere für den alten Kontinent Europa, der zu grossen Teilen im Preiswettbewerb mit z.B. den BRIC-Ländern nicht mehr konkurrieren kann.

Aber was heisst eigentlich Innovation? Was verstehen Deutsche darunter und was assozieren Franzosen damit? Der ehemalige EADS-Chef Louis Gallois erklärte in einem Interview, dass die Forschung und Entwicklung in Frankreich sich auf technologische Innovationen konzentriert, während er in Deutschland mit Innovation eher einen kontinuierlichen Verbesserungs- und Optimierungsprozess verbunden sieht. Konkret heisst das, in Frankreich hat man das Bestreben, etwas ganz neu zu erfinden, um als innovativ (und im besten Fall sogar als genial) zu gelten, während man in Deutschland Dinge, die man bereits gut kann, verbessert und perfektioniert.

Laut der Studie von Wellcom Index International des valeurs corporate 2013 landet der Wert Innovation denn auch auf Platz 1 der Unternehmenswerte in Frankreich, während er in Deutschland nur auf Platz 4 ist. Und was steht an erster Stelle der deutschen Unternehmenswert? Qualität! Wer hättet etwas anderes vermutet?!?

Letzte Woche stosse ich in einer Gratiszeitung, die in der Lyoner Metro verteilt wird, auf den Artikel mit dem Titel: « Entreprises. Les Allemands boudent les Français« , was soviel heisst wie: « Unternehmen. Die Deutschen schmollen mit den Franzosen. » Der Journalist gibt in dem Artikel die Ergebnisse des ‘Obsérvatoire de l’authenticité’ wieder, das von dem Kommunikationsunternehmen Makheia Group und dem Marktforschungsinstitut Occurence durchgeführt wurde. Die Forscher haben herausgefunden, dass 56% der Franzosen, die Kommunikation deutscher Unternehmen glaubhaft finden, während nur 20% der  französischen Unternehmen Gnade in den Augen der Deutschen finden. Hingegen schenken 40% der Deutschen deutschen Unternehmen ihr Vertrauen; die Franzosen gehen mit den eigenen Unternehmen und deren Kommunikation härter ins Gericht: Nur 26% der Befragten sind bereit, die heimischen Unternehmen zu verteidigen.

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In Analogie zu dem Buch des AFP-Journalisten Jean-Louis De la Vaissière, in dem er der Frage nachgeht, wer die Deutschen sind (Qui sont les Allemands? ), ist es für die Deutschen interessant, eine Antwort auf die Frage zu finden, wer denn eigentlich die französischen Nachbarn sind.

Eine mögliche Antwort auf diese Frage kann man in der neusten IPSOS Flair-Studie finden. Diese Studie erscheint seit 2005 jährlich und versucht immer wieder aufs Neue, eine Bild der französischen Gesellschaft zu zeichnen. Die Studie steht 2013 unter dem Titel: « Chocs et sanctuaires » – Schock und Refugien. Gezeichnet wird darin ein Bild einer Gesellschaft, die zerrissen zu sein scheint. Einerseits wird die Vergangenheit verherrlicht, insbesondere die sog. « 30 Glorieuses », also die 50er bis 70er Jahre, andererseits ist die französische Gesellschaft mindestens genauso krisengeschüttelt wie weite Teile der industralisierten Welt. Erhalten oder aufgeben? Schützen oder Risiken aussetzen?  Grundfragen, die laut der IPSOS-Forscher, die Franzosen bewegen. (Lire la suite…)

Le 26 février 2013, les ministres du travail français et allemand ont inauguré la première agence de travail franco-allemande. L’objectif est de rendre la recherche de travail dans le pays du voisin plus simple mais aussi de favoriser la reconnaissance des diplômes. Premier pas immense vers un respect mutuel des compétences des uns et des autres. On ne peut que se féliciter de cette inauguration.

Pour plus d’informations cliquez: http://www.allemagne.diplo.de/Vertretung/frankreich/fr/__pr/nq/2013-02/2013-02-26-kehl-pm.html

Deutsch-französisches Personalmanagement

Während man in Deutschland vom Vorgesetzten spricht und damit in der Regel, die Person meint, die landläufig auch Chef genannt wird, spricht man in Frankreich häufig vom N+1 (« N plus un »). Schon beim Vergleich und der genaueren Betrachtung dieser zwei Begriffe, wird deutlich, dass es um völlig unterschiedliche Konzepte geht. Während in Deutschland die horizontale Ebene (derjenige, der vor einem sitzt) betont wird, wird bei dem Begriff N+1 die vertikale Dimension hervorgehoben (derjenige, der eine Stufe über einem ist).

Ein Wort – zwei Interpretationen – ein grosses Missverständnis

Als ich Anfang 2000 nach Frankreich umgezogen bin, hörte ich oft, dass Franzosen über sich selbst sagten, sie seien alle Individualisten und die französische Gesellschaft sei sehr individualistisch. Dies löste bei mir zunächst Verwunderung und Befremden aus. Meine Reaktion: « Na, die sind aber doch sehr selbstbewusst und erstaunlich, dass sie sich ständig selbst so loben. » Und unbewusst sah ich schon eines meiner Vorurteile bestätigt: « Franzosen sind arrogant! »
Meine unhinterfragte Interpretation dahinter: Ein Individualist ist ein Mensch, der seine eigenen Ideen hat, für diese eintritt und sie verteidigt und gegebenenfalls auch negative Konsequenzen in Kauf nimmt, um nach seinen Vorstellungen und sich selbst treubleibend zu handeln und leben. Ein Querdenker, jemand, der nicht mit dem Strom schwimmt, kein unreflektierter Ja-Sager, jemand, der auch mal aneckt, weil er sich vielleicht nicht immer an die gesellschaftlichen Regeln und Normen hält. Insgesamt war für mich der Begriff mit positiven Attributen belegt. Dieser Überzeugung war ich so lange, bis ich eines Tages wieder einen Franzosen sagen hörte: Wir sind alle solche Individualisten, zum Beispiel versuchen wir uns immer in der Schlage an der Supermarktkasse geschickt vorzudrängeln. »

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In Frankreich gehen Kleinkinder mit 3 nicht in den Kindergarten, sondern in die « Schule » – genauer in die  « mütterliche Schule ». So die wortwörtliche Übersetzung der « école maternelle ». Dort lernen sie Vieles spielerisch (das Programm wird vom Schulministerium festgelegt), bis sie 6 Jahre alt sind und in die Grundschule gehen. Nun möchte die neue französische Regierung das Eintrittsalter von 3 auf 2 Jahren reduzieren. Der Grund ist einfach: die Kleinkinder sollen sich möglichst früh ein gewisses Wissen aneignen und die französische Sprache korrekt lernen.
Für Sie als deutsche Mitarbeiter oder Unternehmer ist dieser Aspekt der französischen Kultur entscheidend. Denn sehr früh werden Kleinkinder mit Autoritätspersonen, mit bestimmten Verhaltensregeln in der Gruppe konfrontiert, die sie verinnerlichen. Und dies schließt  nicht aus, dass die Franzosen im Vergleich zu den Deutschen bei sozialen oder politischen Krisen wesentlich schneller auf die Barrikade gehen. Warum ist dieser Aspekt für Sie wichtig? Weil sie dadurch die wesentlichen Unterschiede zwischen französischen und deutschen Vorgesetzten sowie ihre Erwartungen gegenüber ihren Mitarbeitern besser verstehen können.
Aber keine Angst: in der Regel haben die Kleinkinder Spaß und Freude am Lernen!