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Deutsch-französische Wirtschaftskommunikation – Das interkulturelle Blog +++ Le blog interculturel de la communication économique franco-allemande

Wer im deutsch-französisch – interkulturellen – Kontext arbeitet, kommt nicht umhin, sich mit der Kultur seines Gegenübers auseinander zusetzen. Schnell kann man Einigkeit darüber erzielen, dass die Kenntnisse über den Anderen, seiner Sprache, seiner Kultur, seiner Geschichte, seiner Wirtschaft, seiner Sitten und Gewohnheiten etc. wichtige Voraussetzungen sind, um erfolgreich miteinander zu kommunizieren und zu arbeiten. Dabei wird oftmals übersehen, dass die Kenntnisse der eigenen kulturellen Prägung, der sogenannten kulturellen Brille, durch die wir alle schauen und die Dinge sehen und interpretieren, mindestens genauso wichtig sind.

Die Diplom-Psychologin und Diplom-Religionspädagogin Dr. phil Sylvia Schroll-Machl beschreibt in dem Buch « Die Deutschen – Wir Deutsche. Fremdwahrnehmung und Selbstsicht im Berufsleben » sieben sogenannte deutsche Kulturstandards. Dazu zählen – laut der Autorin – beispielsweise Sachorientierung, Wertschätzung von Strukturen und Regeln, Zeitplanung und die Trennung von Persönlichkeits- und Lebensbereichen.

Interessant an dem Buch ist, dass es zur Selbstreflexion anregt. Neben der Beschreibung der jeweiligen Kulturstandards, werden viele konkrete Beispiele geliefert, Vor- und Nachteile des jeweiligen Kulturstandards erläutert, Empfehlungen für Deutsche und Nicht-Deutsche ausgesprochen sowie historische Hintergründe beleuchtet. Allerdings stösst man bei der Arbeit mit Kulturstandards auch schnell an Grenzen, handelt es sich doch um Verallgemeinerungen, die selbstverständlich nicht in der jeweiligen Reinform von allen Deutschen so befolgt werden. Darüber ist sich auch die Autorin bewusst; verweist sich doch selbst darauf, dass mindestens immer die drei Parameter ‘Person – Situation – Kultur’ bei der Interpretation von interkulturellen Begebenheiten herangezogen werden sollten, um nicht zu einer zu starken Vereinfachung der Realität zu kommen und damit der Stereotypenbildung Vorschub zu leisten. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf, handelt es sich um ein durchaus lesens- und empfehlenswertes Buch für all diejenigen, die mehr über ‘Die Deutschen – Uns Deutsche’ erfahren wollen.

 

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