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Deutsch-französische Wirtschaftskommunikation – Das interkulturelle Blog +++ Le blog interculturel de la communication économique franco-allemande

Stereotypen in der Werbung

Unlängst wurde im französischen Fernsehen ein sehr bemerkenswerter Werbespot für den Opel Corsa ausgestrahlt. Bemerkenswert ist dieser Spot bzw. diese Serie von Spots aus mehrererlei Gründen. Zum einen spricht der für einen Franzosen sehr deutschaussehende Opelfahrer nur deutsch. Laut dem Gesetz Toubon zur Verwendung der französischen Sprache in der Werbung (1994; nach seinem Autor Monsieur Toubon ‘Loi Toubon’ benannt) sind Werbungtreibende in Frankreich verpflichtet, die französische Sprache zu verwenden bzw. eine französische Übersetzung zu liefern. Dies führt dazu, dass man im französischen Werbefernsehen wesentlich weniger Anglizismen (oder auch andere Sprachen) als in Deutschland zu hören bekommt. Opel hält sich brav an die Gesetzesvorgabe; der gesamte Werbespot ist mit französischen Untertitel versehen. Dies ist natürlich schon deshalb sinnvoll, da nicht jeder fliessend Deutsch spricht und versteht. Nur am Ende des Spots verkündet der Deutsche stolz den Preis auf französisch mit einem nicht überhörbaren (typischen) deutschen Akzent.  Werbung Opel Corsa 111

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In Frankreich machen sich Mütter immer häufiger  selbständig. Sie richten sich ein Arbeitszimmer im eigenen Haus ein und arbeiten von dort aus. Das sind Mütter, die vor der Geburt ihrer Kinder noch in einem Angestelltenverhältnis standen und ihre berufliche Kompetenz nun auf selbständiger Art anbieten. So beschreit C., dass nachdem sie Morgens die Kinder in die Schule bringt, ihr Arbeitstag als Berufstätige zu Hause beginnt. An sich ist es nichts Besonderes. In Deutschland entscheiden sich auch einige Mütter für diesen Weg. Doch es gibt einen kleinen Punkt, wodurch in Frankreich eine Mutter („mam“ von „maman“) Mutter und Unternehmerin („preneurs“ von „entrepreneurs“) sein kann. Das ist die Infrastruktur der Schulen. Mütter in Frankreich können von 9 bis ca. 16/17 Uhr arbeiten, da alle Schulen Ganztagesschulen sind. Fällt der Unterricht aus, so müssen die Kinder an französischen Schulen nicht zurück nach Hause gehen. Sie werden an den Schulen weiterhin betreut. In Deutschland dagegen wird noch in vielen Städten und Bundesländern erwartet, dass die Mütter zu Hause sind.  Genau das ist der entscheidende interkulturelle Unterschied. Die Infrastruktur ermöglicht Müttern in Frankreich, berufstätig und Mutter zu sein. Wie immer ist der Unterschied klein, aber entscheidend, um andere Lebensformen, Denk- und Handlungsweisen verstehen zu können.
Mehr erfahren Sie bspw. unter: http://www.les-mompreneurs.com/